Weißes Porzellan. Goldene Bestecke. Mar-a-Lago, 8:47 Uhr. Melania scrollt. Ihr Daumennagel – makellos lackiert, blutrot – wischt über den Screen. Sie atmet kurz aus. „Fünf Tage.” Ihre Stimme: ein Seidenhandschuh über Stahlklinge. „Vor fünf Tagen hast du im Kongress geprahlt: 1,85 per gallon, folks. Thanks to me.” Sie dreht das Handy um, hält ihm den Screen hin. Roter Balken. Schlagzeile: 3,11 Dollar die Gallone! Größter Tagessprung seit Jahren! „Und jetzt?”
„Shit.“ The President knurrt hinter der New York Post. Die Schlagzeile nach unten gefaltet. „Du hast alles versaut, Donald.” Sachlich. Wie eine Wettervorhersage. Er schweigt. Schiebt Bacon auf dem Teller hin und her. Melania scrollt weiter. „Tendenz steigend.“ Jenkins, der Butler, steht hinter ihnen – unbeweglich, unerschütterlich.
„Und?” fragt sie, ohne aufzublicken. „Spielst du jetzt wieder das Chicken-Out-Spiel? Oder hast du diesmal eine Antwort?”
Stille. Dann greift Donald zum Messer.
Er köpft das Frühstücksei. CRACK – SPLAT! Dottergelb explodiert auf das Feinripp-Unterhemd.
„JENKINS! DAS EI IST NICHT HARTGEKOCHT! ICH WILL MEIN FRÜHSTÜCKSEI IMMER HARTGEKOCHT!!“
Jenkins rührt sich nicht. Sein Gesicht ist eine unbeschriebene Wand. Melanias Augen treffen seine. Kaum merklich – ein Zucken. Sie lächelt zurück: der Mundwinkel bewegt sich exakt drei Millimeter.
Ende